OLED gegen LCD – der ulti­ma­ti­ve Ver­gleich in Zusam­men­ar­beit mit flatpanelshd.com. Wel­che Dis­play-Tech­nik hat die Nase vor­ne, OLED oder LCD?


Wir möch­ten mit einer tech­ni­schen Erklä­rung der bei­den Panel-Arten begin­nen und uns dann dem direk­ten Ver­gleich zwi­schen OLED und LCD wid­men. Dabei tref­fen wir kei­ne pau­scha­le Aus­sa­ge wel­che Dis­play-Tech­nik die bes­se­re ist, son­dern „durch­leuch­ten“ alle Fak­to­ren die die Bild­qua­li­tät beein­flus­sen. In die­sem Arti­kel wid­men wir uns auch nur den Panels, die wohl die wich­tigs­te Kom­po­nen­te eines TV-Gerä­tes dar­stellt, aber durch wei­te­re Kom­po­nen­ten wie dem TV-Chas­sis, dar­über­lie­gen­de Fil­ter, Bild­pro­zes­so­ren oder ähn­li­ches beein­flusst wer­den kön­nen.

LCD Panels

Die LCD-Tech­nik hat sich in den letz­ten 10 Jah­ren nicht wesent­li­ch ver­än­dert. LCD ist die Abkür­zung für „Liquid Crys­tal Dis­play“ und beschreibt die akti­ven Ele­men­te des Dis­plays – die Flüs­sig­kris­tal­le. Die Licht­quel­le liegt dabei hin­ter der LCD-Schicht die aus einer Anord­nung von LEDs (Light Emit­ting Diodes) besteht. Ers­te LC-Dis­plays wur­den sogar noch von Leucht­stoff­lam­pen (CCFL) beleuch­tet. Die LEDs sind dabei meist am Rand des Dis­plays (Edge-LED) oder direkt hin­ter der LC-Schicht (Direct-LED) ange­ord­net.

Mit einer LED-Beleuch­tung ent­lang der Dis­play-Kan­te (Edge-LED) ist es schwer die Licht­in­ten­si­tät ein­zel­ner Bild­be­rei­che zu steu­ern. Das Licht muss sich näm­li­ch über die gan­ze Brei­te bzw. Höhe des Bil­des erstre­cken. Die Licht­in­ten­si­tät kann also nur über ein kom­plet­tes Zonen-Band gere­gelt wer­den. Mit LEDs die direkt hin­ter der LCD-Schicht ange­ord­net sind, ist es ein­fa­cher die Hel­lig­keit für ein­zel­ne Bild­be­rei­che zu steu­ern. Meist sind die LEDs in einer Git­ter­struk­tur ange­ord­net in der ein­zel­ne oder meh­re­re LEDs zu Dim­ming-Zonen zusam­men­ge­fasst wer­den. TV-Gerä­te mit direk­ter LED-Hin­ter­grund­be­leuch­tung kön­nen bis zu 5.200 ein­zel­ne Dioden besit­zen. Dies ist aber nur spe­zi­el­len 100 Zoll Dis­plays der Fall. Dabei ver­sorgt eine Dim­ming Zone ca. 1.600 Pixel mit Licht­in­for­ma­tio­nen (bei Ultra HD Auf­lö­sung 3.140 x 2.160 = 8.294.000 Pixel). Bei aktu­el­len 4K Fern­se­hern kann sich die Anzahl der direkt beleuch­te­ten Zonen stark unter­schei­den. Von 6 bis 512 Zonen ist alles mög­li­ch.

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Das Licht wird typi­scher­wei­se durch meh­re­re Kunst­off­schich­ten „gefil­tert“ um eine homo­ge­ne­re Ver­tei­lung des Lichts zu errei­chen. Die­se Schich­ten lie­gen zwi­schen der LC-Schicht und der LED-Lich­quel­le. Man kann sich die­se Schich­ten wie „Rol­lä­den“ vor­stel­len, die geöff­net und geschlos­sen wer­den um den Licht­ein­fall zu steu­ern. TV-Her­stel­ler spre­chen hier auch oft von „Local Dim­ming“. Wenn ein LCD-TV über eine direk­te LED-Hin­ter­grund­be­leuch­tung sowie meh­re­re Fil­ter ver­fügt, neh­men die­se meist mehr Platz ein, als wenn nur eine sim­ple EDGE-LED Beleuch­tung zum Ein­satz kommt. Ein dicke­rer Rah­men spricht somit oft für mehr tech­ni­sche Kom­po­nen­ten und oft eine bes­se­re Bild­wie­der­ga­be.

lcd-led-panel-aufbau

Der Auf­bau eines LCD Panels mit LED-Licht­quel­le. Bild: flatpanelshd.com

Um die Licht­in­ten­si­tät für jede Grund­far­be zu steu­ern, nut­zen LCDs Flüs­sig­kris­tal­le in jedem ein­zel­nen Pixel. Die­se Zel­len kön­nen gedreht wer­den indem man das elek­tro­ni­sche Feld ver­än­dert. So „öff­nen“ und „schlie­ßen“ sich die jewei­li­gen Zel­len. Wenn der Licht­durch­satz ange­passt wur­de, wird das Licht durch einen Farb­fil­ter geschickt der alle Wel­len des Lichts bis auf rot, grün und blau aus­fil­tert. Wer ganz nah an sei­nen TV her­an­tritt, kann die­se Pixel als rote, grü­ne und blaue Sub­pi­xel erken­nen die jeweils ein Drei­er-Paar bil­den.

Wie schnell ein LCD-Panel die Far­be ändern kann, liegt dar­an wie schnell die Flüs­sig­kris­tal­le die Posi­ti­on ändern kön­nen. Das beein­flusst auch Effek­te wie Schlie­ren oder Blur. Idea­ler­wei­se soll­ten die Flüs­sig­kris­tal­le die neue Posi­ti­on, somit eine neue Far­be, sofort über­neh­men. Die Dis­plays benö­ti­gen aber in der Regel eine gewis­se Zeit (gemes­sen im Mil­li­se­kun­den) um die Far­be zu wech­seln. Das ist unter ande­rem auch ein Grund wie­so Unschär­fen bei der Bild­wie­der­ga­be auf­tre­ten.

Wenn das Licht durch die Flüs­sig­kris­tal­le gelangt, kann die Licht­in­ten­si­tät lei­der nicht in alle Rich­tun­gen auf­recht­erhal­ten wer­den. Anders wie bei einer Glüh­bir­ne, die in die Licht­in­ten­si­tät in alle Rich­tun­gen gleich abgibt, wer­den bei den LCDs mit Flüs­sig­kris­tal­le das meis­te Licht gera­de nach vor­ne abge­ge­ben. Daher erhält man die bes­te Farb- & Hel­lig­keits­wie­der­ga­be wenn direkt auf den Bild­schirm schaut. Des­we­gen ver­lie­ren die meis­ten LCDs aus einem stei­le­ren Blick­win­kel ihren Kon­trast, Far­be und Hel­lig­keit.

OLED Panels

Wie vie­le viel­leicht wis­sen sind OLED eine beson­de­re Art von LED. Das „O“ steht näm­li­ch für „orga­ni­sch“. Das OLED- unter­schei­det sich in der Struk­tur grund­le­gend von einem LCD-Panel. Die Licht­in­ten­si­tät wird nicht mehr von einer LC (Flüs­sigk­tris­tall) Schicht gesteu­ert, statt­des­sen ver­fügt jeder Pixel über einen Sub­pi­xel der sein eige­nes Licht pro­du­ziert. Des­we­gen fal­len bei einem OLED auch meh­re­re Schich­ten des „Panel-Sand­wi­ches“ weg, was man wei­ter unten in der Gra­fik gut erken­nen kann.

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Das Licht, das sepa­rat für jeden Sub­pi­xel aus­ge­ge­ben wird, läuft direkt über einen Farb­fil­ter und wird dann über das Dis­play aus­ge­ge­ben. Das Ver­fah­ren, das die Mischung aus roten, grü­nen und blau­en Licht steu­ert wird also direkt über die Sub­pi­xel gesteu­ert. Wenn man also pures Schwarz möch­te, wer­den ein­fach alle Sub­pi­xel abge­schal­ten. Wenn man Weiß möch­te, wird die Inten­si­tät aller Far­ben im glei­chen Maß erhöht.

oled-panel-aufbau

Ein OLED Panels ist viel ein­fa­cher auf­ge­baut als ein LCD-Dis­play und benö­tigt eigent­licht nur vier Schich­ten Bild: flatpanelshd.com

Die Art und Wei­se, wie OLED-Panels pro­du­ziert wer­den, macht sie weit­aus dün­ner als ein LCD-Panel. Des­we­gen wer­den OLED-Panels auch sehr ger­ne in mobi­len End­ge­rä­ten wie Smart-Wat­ches oder Smart­pho­nes ein­ge­setzt. Bis­lang gibt es mit LG Dis­play eigent­li­ch nur einen kom­mer­zi­el­len Her­stel­ler, der in der Lage ist gro­ße OLED-Dis­plays für TV-Gerä­te in hohen Men­gen her­stel­len zu kön­nen. Auch wenn ande­re Her­stel­ler wie Katee­va bereits die Pro­duk­ti­on eige­ner OLED-Dis­plays ange­kün­digt haben, hat LG Dis­play was Her­stel­lung und Ent­wick­lung angeht zur Zeit das Mono­pol.

Technik-Vergleich LCD gegen OLED:

LED-Panel
OLED-Panel

32 – 150 Zoll

LCD Dis­plays wer­den in fast allen Grö­ßen pro­du­ziert – von klei­nen por­ta­blen 20 Zoll Fern­se­hern bis zu rie­ßi­gen Enter­tain­ment-Boli­den mit 100 Zoll und grö­ßer. Klei­ne­re LCD-Dis­plays kom­men auch in Uhren, Smart­pho­nes und Tablets zum Ein­satz

55 – 77 Zoll

OLED Dis­plays wer­den im Bereich TV nur in Grö­ßen von 55-, 65- und 77 Zoll pro­du­ziert. Zudem fin­den klei­ne­re OLED-Dis­plays Ver­wen­dung in Uhren, Smart­pho­nes und Tablets.

Der Käu­fer kann aus einer brei­ten Aus­wahl von Grö­ßen bei LCD-Dis­plays wäh­len. OLEDs beschrän­ken sich vor allem auf die belieb­tes­ten Grö­ßen bei 4K Fern­se­hern (55 und 65 Zoll). 

Dünn mit Edge-LED – dicker mit direk­tem LED-Back­light

LCD-Panels kön­ne mit aktu­ells­ter Tech­nik sehr dünn pro­du­ziert wer­den. Die schlanks­ten TV-Gerä­te mes­sen gera­de ein­mal 0,5 cm. Ein LCD-Panel im einem High-End TV wird zwangs­läu­fig durch das Hin­zu­fü­gen spe­zi­el­ler Fil­ter-Schich­ten dicker.

Extrem dünn

OLED Dis­plays sind extrem dünn. Es gibt sogar bereits Pro­to­ty­pen, die wie eine Zei­tung auf­ge­rollt, oder wie eine Tape­te an der Wand befes­tigt wer­den kön­nen. OLEDs benö­ti­gen aber wei­ter­hin eine Struk­tur, damit das Panel nicht insta­bil wird (z.B. eine Glas­schei­be).

Die heu­ti­ge Tech­nik erlaubt es, dass extrem dün­ne LCD- und OLED-Fern­se­her gebaut wer­den kön­nen. In punc­to Fle­xi­bi­li­tät und Optik hat OLED aber die Nase vor­ne. 

Viel ver­schie­de­ne LCD-Panel Typen

Zwi­schen einem Ein­stei­ger- und High-End-LCD-TV befin­den sich ver­schie­de­ne Unter­grup­pie­run­gen an LCD-Panels die sich aus zwei Panel-Typen,

  • VA LCD (Guter Kon­trast, klei­ner Blick­win­kel)
  • IPS LCD (Nied­ri­ger Kon­trast, guter Blick­win­kel)

und der Licht­quel­le,

  • Edge LED
  • Direk­tes LED-Back­light
  • oder Direk­tes LED-Back­light mit Local Dim­ming

zusam­men­setzt.

Ein OLED Panel Typ

Es gibt aktu­ell nur einen OLED-Panel-Typen der von LG Dis­play pro­du­ziert wird. Auch wenn es Unter­schie­de zwi­schen den jewei­li­gen OLED-Jahr­gän­gen gibt, bleibt die Tech­nik und der Auf­bau gleich.

Der Kun­de muss sich im Vor­feld beim Kauf eines LCD-TVs weit aus­führ­li­cher infor­mie­ren, als bei einem OLED-TV. Die OLEDs aus 2016 grei­fen alle auf die glei­che Char­gen von LG Dis­play zurück.

Klein bei VA LCDs – brei­ter bei IPS LCDs

Ein LCD-Dis­play ver­liert an Hel­lig­keit, Kon­trast und Farb­bril­lanz sobald der Zuschau­er in einem zu star­ken Blick­win­kel auf den Fern­se­her blickt.

Der Nut­zer muss sich zwi­schen einem VA-LCD-Panel (schma­ler opti­ma­ler Blick­win­kel, bes­se­rer Kon­trast) und IPS-LCP-Panel (brei­te­rer opti­ma­ler Blick­win­kel, schlech­te­rer Kon­trast) ent­schei­den.

Fast per­fekt

Egal aus wel­chem Blick­win­kel man auf einen OLED-TV schaut, wenn das Panel nicht durch Licht­ein­flüs­se beein­träch­tigt wird, bleibt das TV-Bild fast per­fekt. Der Kon­trast, Far­be und Hel­lig­keit „ver­blas­sen“ nicht.

Wer ger­ne Fil­me­aben­de ver­an­stal­tet oder sich Sport­events mit Freun­den anse­hen möch­te, der kann mit einem OLED vie­le Zuschau­er vor dem TV ver­sam­meln, ohne das jemand Nach­tei­le bezüg­li­ch der Bild­qua­li­tät fürch­ten muss. Bei LCD-Fern­se­hern kommt es schon auf die Sit­z­ent­fer­nung, Grö­ße des TV und Blick­win­kel an, ob aus jeder Sitz­po­si­ti­on die opti­ma­le Bild­qua­li­tät erzielt wird. 

< 1.800 nits

Die jüngs­te Gene­ra­ti­on von HDR LCD Panels sind in der Lage weit über 1.000 nits an Spit­zen­hel­lig­keit zu errei­chen. Die Fähig­keit der LC-Schicht das Licht zu blo­ckie­ren ist aber limi­tiert, so dass mit einer erhöh­ten Hel­lig­keit auch der Schwarz­wert lei­det. In ande­ren Wor­t­en: Der Hel­lig­keits­wert wird bei HDR nach oben gere­gelt, wobei schwar­ze Bild­be­rei­che aus­ge­wa­schen wer­den kön­nen.

< 750 Nits

OLED Fern­se­her sind dahin­ge­hend ein­ge­schränkt, da nur eine bestimm­te Men­ge an Strom für das gesam­te Dis­play zur Ver­fü­gung steht. Umso hel­ler die Bild­wie­der­ga­be wer­den soll, umso gerin­ger wird die durch­schnitt­li­che Hel­lig­keit. Ein­zel­ne Bild­be­rei­che kön­nen bei aus­ge­wo­ge­nem Mate­ri­al bereits Hel­lig­kei­ten von bis zu 750 nits errei­chen (z.B. Mond am Ster­nen­him­mel).

Basie­rend auf aktu­el­len 2016er Model­len.

0.05 nits bei Edge-LEDs | <0.02 bei Direct-LEDs

Der best­mög­li­che Schwarz­wert eines LCD ist defi­niert durch die Fähig­keit wie gut die LC-Schicht Licht aus angren­zen­den Bild­be­rei­chen blo­ckie­ren kann. Der Schwarz­wert eines LC-Panels wird nie per­fekt sein. Wäh­rend VA-Panels noch einen recht guten Job erle­di­gen, sind die Schwarz­wer­te bei IPS-Panels weit­aus schlech­ter. Umso nied­ri­ger man die Gesamt­hel­lig­keit eines Panels nach unten regelt, umso bes­se­re Schwarz­wer­te kann ein LCD errei­chen.

0.0 nits auf allen OLEDs

Der Schwarz­wert in einem OLED Dis­play ist nahe­zu per­fekt. Bei schwar­zen Bild­be­rei­chen wer­den die betref­fen­den Bild­punk­te ein­fach aus­ge­schal­ten, so dass das mensch­li­che Auge kein Licht mehr erken­nen kann. Das ist eines der Fähig­kei­ten eines OLED Panels, dass die­se Tech­nik so ein­zig­ar­tig macht.

Der Spruch  „OLED is the new Black“ kommt nicht von unge­fähr. Wäh­rend LCDs immer mit Pro­ble­men beim Schwarz­wert zu kämp­fen haben, erreicht der OLED-TV ein per­fek­tes Schwarz. 

VA: typi­sch <4.000:1 IPS: typi­sch <1000:1

Da das LC-Panel kon­stant Lich­ter des Back­lights „abblo­cken“ muss, erreicht ein LCD-Panel auch sehr hohe Kon­trast­wer­te. Etwas Licht wird immer durch die LC-Schicht durch­schei­nen. Dabei kommt es immer auf den Inhalt sowie die Gesamt­hel­lig­keit des Bil­des an. Sehr schlecht sind z.B. wei­ße Schrif­ten auf schwar­zem Hin­ter­grund oder Ster­nen­him­mel. Hier sind die Schwä­chen eines LC-Panels deut­li­ch zu erken­nen.

Unend­li­ch

Da der Schwarz­wert bei einem OLED 0.0 nits beträgt und über­haupt kei­ne Bloo­m­ing Effek­te Auf­tre­ten, kann der Kon­trast als unend­li­ch betrach­tet wer­den.

Der OLED hat die Fähig­keit einen per­fek­ten Schwarz­wert wie­der­zu­ge­ben, auch wenn ande­re Bild­be­rei­che deut­li­ch hel­ler sind. Bei LCD-Panels wer­den immer gewis­se Bloo­m­ing-Effek­te auf­tre­ten. Der Kon­trast ist wohl einer der mar­kan­tes­ten Unter­schie­de zwi­schen LCD und OLED

8-17 f-stops

Ein LCD erreicht einen Dyna­mik­um­fang von 8-17 f-stops. Das bedeu­tet, dass der Hel­lig­keits­un­ter­schied zwi­schen dem dun­kels­ten und hells­ten Bild­punkt expo­ten­ti­ell um den Fak­tor 8 bis 17 ver­dop­pelt wer­den kann. Nach­fol­gen­de Gra­fik erklärt dies ganz gut. In Abso­lu­ten Zah­len bedeu­tet dass, dass ein LC-Dis­play einen dunk­len Punkt mit ca. 0.062 nits par­al­lel par­al­lel zu einem hel­len Punkt mit 1.024 nits dar­stel­len kann.

>20 f-stops

Ein OLED erreicht einen Dyna­mik­um­fang von 20 fstops, also fast über die kom­plet­te defi­nier­te Bild­hel­lig­keit des HDR-Stan­dard. Dabei schafft ein OLED Bild­punk­te mit 0.0005 (Schwarz) bis 512 nits (teils bis zu 750 nits) dar­zu­stel­len. Man muss aber beach­ten, dass Details in den hel­len Bild­be­rei­chen von 750-1.024 aus­ge­wa­schen wer­den kön­nen. Die­se kom­men jedoch bei der Bild­wie­der­ga­be sehr oft vor (Son­ne, Ker­ze, Glüh­lam­pe etc.).

Das mensch­li­che Auge ist in der Lage in einem Dyna­mik­be­reich von unglaub­li­chen 46 f-stops zu sehen. Dabei kann extre­me Dun­kel­heit mit 0.000001 nits bis unglaub­li­ch grel­les Licht mit 100.000.000 nits erkannt wer­den. Es gibt auch vie­le Gemein­sam­kei­ten mit dem Kon­trast, es geht hier aber eher um die Bild­dy­na­mik und ist vor allem beim The­ma „HDR“ oft genutzt. Jeder f-stop ver­dop­pelt dabei die Licht­in­ten­si­tät. Ein Unter­schied zwi­schen 16 und 512 nits, ist abso­lut 496 nits, somit 5 f-stops. Zwi­schen 512 und 1024 nits lie­gen 512 nits, aber nur 1 f-stop.

max 96-97% des DCI-P3 Farb­rau­mes

Obwohl es das Ziel ist, den erwei­ter­ten bt.2020 Farb­raum bis 2020 zu errei­chen, hat sich die Indus­trie erst ein­mal auf den DCI-P3 Farb­raum (Digi­ta­ler Kino­stan­dard) ein­ge­schos­sen. Die­ser deckt 75% des bt.2020 Farb­rau­mes ab. Die bes­ten LCD-Fern­se­her schaf­fen bis zu 97% die­ses Farb­rau­mes abzu­de­cken.

max 96-97% des DCI-P3 Farb­rau­mes

Beim OLED sieht es gen­au so aus wie beim LCD-Dis­play. Bei­de Dis­plays bie­ten eine gute Farb­bril­lanz, die sich aber noch weit weg vom BT.2020 Stan­dard bewegt.

Hier haben wir die ers­te Kate­go­rie mit einem kla­ren Unent­schie­den

Hohe Maxi­mal­hel­lig­keit, schwa­che Schwarz­dar­stel­lung

Obwohl LCD-Panels zu einen der hells­ten am Markt zäh­len, kann die­ser Vor­teil nicht voll aus­ge­schöpft wer­den, da auf­grund der Struk­tur des Panels der Schwarz­wert dar­un­ter lei­det. Da die Hel­lig­keit auch nicht pixel­ge­nau gesteu­ert wer­den kann, kann die Qua­li­tät der HDR-Wie­der­ga­be beein­flusst wer­den.

Eiese Fak­to­ren füh­ren zu gro­ßen Qua­li­täts­un­ter­schie­den zwi­schen dem schlech­tes­ten bis zum bes­ten HDR LCD Fern­se­her.

Tie­fer Schwarz­wert dafür gerin­ge­re Spit­zen­hel­lig­keit. 

Auch wenn der Schwarz­wert per­fekt ist, fehlt es OLEDs oft an Hel­lig­keit, vor allem wenn die Inhal­te sehr hell sind und somit die Gesamt­hel­lig­keit des Bil­des her­un­ter­ge­setzt wer­den muss (Limi­tier­te Strom­zu­fuhr des Panels). Dafür wird die Hel­lig­keit pixel­ge­nau gesteu­ert.

Es gibt daher nur gerin­ge Qua­li­täts­un­ter­schie­de zwi­schen dem schlech­tes­ten und bes­ten HDR OLED Fern­se­her.

Eine HDR Wie­der­ga­be für Videos setzt sich aus die­sen zwei Haupt­kom­po­nen­ten zusam­men, die im UHD-Stan­dard ver­an­kert sind:
  • Erwei­te­rung des Dyna­mik­um­fangs (dun­kels­ter und hells­ter Bild­punkt)
  • Erwei­ter­ter Farb­raum (DCI-P3 bis BT.2020)

Kei­ne opti­ma­le Hel­lig­keits­ver­tei­lung – kann für Ver­wir­rung sor­gen

Auch in die­ser Kate­go­rie ist der Nach­teil der LC-Schicht.. Je nach­dem wie gut die inter­ne Bild­ver­ar­bei­tung des TV-Gerä­tes ist, kann es bei bestimm­ten Bil­den zu komi­schen Aus­leuch­tun­gen kom­men. Z.B. erhell­te Bild­be­rei­che an einem Ster­nen­him­mel, die dann fast wie seich­te Wol­ken auf dem Bild wir­ken.

Inho­mo­ge­ni­tä­ten sind eines der größ­ten Pro­ble­me von LCD-Fern­se­hern.

Mitt­lers bis gerin­ges Risi­ko, bei eini­gen Sze­nen jedoch erkenn­bar. 

Auch OLED sind nicht per­fekt was die homo­ge­ne Hel­lig­keits­ver­tei­lung angeht. Bei frü­hen Model­len konn­te ver­ti­ka­les Ban­ding auf­tre­ten, zudem neh­men OLED oft zum Rand hin (links & rechts) an Hel­lig­keit ab. Der Vor­teil der pixel­ge­nau­en Hel­lig­keits­steue­rung macht aber auch hier den OLED zum Sie­ger.

Mit­tel bis gering

Ein LCD-Panel wird oft mit zusätz­li­chen Schich­ten ver­sorgt, dass ein­fal­len­des Licht absor­biert. Vie­le LC-Dis­plays erle­di­gen dabei einen sehr guten Job und kön­nen das ein­fal­len­de Licht zum größ­ten Teil absor­bie­ren. Es gibt aber auch LCD-TVs die sehr viel ein­tref­fen­des Licht wie­der an die Umge­bung abge­ben. Gebo­ge­ne Dis­plays kön­nen hier auch hel­fen, ein­ge­hen­des Licht zu ver­wer­fen, dafür muss man sich aber im Sweet-Spot (bes­ten Sitz­platz) des TV-Gerä­tes befin­den. Die bes­ten LCDs reflek­tie­ren nur 2% des eige­hen­den Lich­tes.

Gering

Da ein OLED Dis­play eigent­li­ch nur aus einer Schicht besteht, kann ein Bild auf­grund von ein­tref­fen­den Licht nicht aus­ge­wa­schen aus­se­hen. Auch wenn hel­le Licht­quel­len auf den TV ein­strah­len, sind die Reflek­tio­nen die ein­tre­ten kön­ne nrecht über­schau­bar. Dabei beein­träch­tigt das Licht aber nur die hel­len Bild­be­rei­che nega­tiv, der per­fek­te Schwarz­wert wird dabei nicht beein­flusst. Die bes­ten OLEDs reflek­tie­ren nur 2% des eige­hen­den Lich­tes.

Der Unter­schied zwi­schen 2% beim LCD und 1% beim OLED schein nicht sehr hoch zu sein, ist vom mensch­li­chen Auge aber wahr­nehm­bar, da wir sehr emp­find­li­ch auf Hel­lig­keits­un­ter­schie­de reagie­ren. 

Gerin­ges Risi­ko für Beschä­di­gun­gen

Ein LCD-TV kann typi­scher­wei­se ste­hend oder hori­zon­tal lie­gend trans­por­tiert wer­den. Bei Top-Model­len mit hohem Gewicht und vie­len Schich­ten im LC-Dis­play, soll­te man auf eine lie­gen­de Posi­ti­on ver­zich­ten, da das eige­ne Gewicht das Panel beschä­di­gen kann.

Mitt­le­res Risi­ko für Beschä­di­gun­gen

OLEDs sind schlank und schön. Da OLED nur auf einem Sub­strat auf­ge­tra­gen wer­den und oft gar kei­ne zusätz­li­chen Rah­men oder Trä­ger­ma­te­ria­len haben, ist beim Trans­port und Auf­bau Vor­sicht gebo­ten. OLED Fern­se­her soll­ten immer hoch­kant trans­por­tiert wer­den.

Wer sei­nen UHD-TV liebt, der schenkt ihm bereits beim Trans­port und Auf­bau aus­rei­chend Auf­merk­sam­keit. Im Regel­fall wird emp­foh­len den TV hoch­kant zu trans­por­tie­ren. 

55 Zoll ca. 80-150 Watt | 65 Zoll ca 100-180 Watt

Die Strom­auf­nah­me eines LCD-Panels rich­tet sich weni­ger dana­ch, was auf dem TV läuft, son­dern eher auf wel­cher Gesamt­hel­lig­keit der LCD-TV läuft. Die Hel­lig­keits­aus­ga­be bleibt recht kon­stant.

55 Zoll ca. 80-150 Watt | 65 Zoll ca 110-180 Watt

Beim OLED kommt es auf die Inhal­te an, wie hoch der Strom­ver­brauch ist. Ein Hor­ror-Scho­cker mit viel dunklem Licht, ver­braucht weni­ger (aus­ge­schal­te­te Pixel) Strom als eine Fuß­ball-Über­tra­gung, die eine hohe Gesamt­hel­lig­keit auf­weist und mehr OLED-Pixel durch­ge­hend bean­sprucht.

Bei­de Panel-Tech­ni­ken haben einen ähn­li­chen Strom­ver­brauch. Der Strom­ver­brauch im HDR-Modus erhöht sich um ca. 20-50 Watt bei bei­den Panels. 

LCD-Panels sind lang­le­big, ande­re Kom­po­nen­ten gehen meist frü­her kaputt. 

LCD-Panels gibt es bereits über zehn Jah­ren, die Indus­trie hat die Lebens­zeit der LC-Dis­plays soweit ver­bes­sert, dass die­se eine Bild­wie­der­ga­be von 60.000 bis 100.000 Stun­den garan­tie­ren kön­nen. Meist geben ande­ren Kom­po­nen­ten des LCD-Fern­se­hers den Geist auf, bevor das Panel einen Defekt auf­weist.

Nicht aus­rei­chend Daten vor­han­den. 

Es wird immer noch gemun­kelt, die blaue Licht­di­ode im OLED Panel hat nur eine gerin­ge Lebens­dau­er. LG ver­si­chert aber, dass die aktu­el­le Gene­ra­ti­on von OLED-Panels über 100.000 Stun­den durch­hält. Es gibt aber lei­der zu wenig Lang­zeit­stu­di­en und mit LG Dis­play nur einen Her­stel­ler gro­ßes OLED-Dis­plays.

Die güns­ti­gen Kom­po­nen­ten des Fern­se­hers (Kon­den­sa­to­ren etc.) wer­den mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit eher einen Defekt auf­wei­sen, als dass ein LCD-Panel oder OLED-Panel den Geist auf­gibt. 

Gering – doch die Lüf­ter kön­nen Geräu­sche ver­ur­sa­chen. 

Je nach LCD-Modell ent­wi­ckelt das Panel eine gewis­se Hit­ze die aus dem Chas­sis gelei­tet wer­den muss. Dabei wer­den meist Lüf­ter ein­ge­setzt. Die­se kön­nen bei einem LCD-LED-TV mit vol­lem LED-Back­light doch hör­bar sein, meist aber nur wenn die Klang­wie­der­ga­be weit nach unten gere­gelt oder deak­ti­viert wur­de.

Gering, doch die Strom­ver­sor­gung kann „brum­men“. 

Das OLED-Panel bleibt recht kühl und ent­wi­ckelt nur wenig Hit­ze. Die Strom­zu­fuhr kann aber manch­mal sur­ren, da die Strom­auf­nah­me eines OLED-Panels sehr unter­schied­li­ch ist, je nach­dem wel­che Bild­in­hal­te ange­se­hen wer­den.

Um eine Geräusch­ent­wick­lung bei aktu­el­len 4K Fern­se­hern muss man sich eigent­li­ch kei­ne Gedan­ken machen. Soll­te es doch ein­mal stö­ren­de Geräu­sche geben, könn­te es sich auch ein­mal um ein „Mon­tags­ge­rät“ han­deln.

200+€ HD | 360+€ Ultra HD

LCD-Fern­se­her sind bereits güns­tig zu bekom­men, da die­se auch in klei­ne­ren Grö­ßen erhält­li­ch sind. Bei UHD-Fern­se­hern, die ab 40 Zoll erhält­li­ch sind, gibt es bereits TV-Gerä­te ab 360 Euro.

Nach oben ist hier natür­li­ch fast kein Limit. Pre­mi­um-Model­le kos­ten ger­ne 3.000-7.000 Euro. Es gibt aber auch Gerä­te für 15.000 bis 100.000 Euro in Grö­ßen von 75 bis 110 Zoll erhält­li­ch.

1.400+ € HD | 2.000+€ Ultra HD

OLED Fern­se­her sind immer noch recht teu­er. Die TV-Gerä­te sind erst ab 55 Zoll erhält­li­ch und kos­ten bereits in der HD-Vari­an­te 1.400 Euro (läuft wohl die­ses Jahr aus).

In 2017 könn­te es nur noch UHD-OLED Fern­se­her geben. Da es mit LG Dis­play nur einen gro­ßen Her­stel­ler für OLEDs gibt, scheint es auch kei­ne gro­ßen Preis­sen­kun­gen zu geben, obwohl sich die Kos­ten für die Anschaf­fung in den letz­ten bei­den Jah­ren bereits redu­ziert haben.

LCD-4K-Fern­se­her sind die idea­len Ein­stei­ger-TVs. Man bekommt aber auch einen LCD-TV mit guter Bild­wie­der­ga­be im Pre­mi­um-Seg­ment. Wer auf OLED setzt, muss ab dem ers­ten Gerät tie­fer in die Tasche grei­fen. Die bes­se­re Preis-/Leistung bie­ten sicher­li­ch noch die LCDs. 

Bild­quel­le Bei­trags­bild: all-free-download.com[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

OLED gegen LCD – Der ulti­ma­ti­ve Ver­gleich
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