Wer das Inter­net ver­zwei­felt nach HDR-Test­vi­deos durch­fors­tet, des­sen Suche hat nun ein Ende. Das Video Maga­zin hat eine HDR-Test­se­quenz mit dazu­ge­hö­ri­ger Legen­de zum kos­ten­lo­sen Down­load ins Netz gestellt. Ihr könnt euch das HDR-Test­pa­ket hier direkt run­ter­la­den. 


Das HDR-Test­vi­deo wur­de von Roland Seibt vom Video Maga­zin erstellt und ist in der Ver­si­on 1.1 vom 28.10.2015 erhält­li­ch. Die Meta­da­ten des Videos ver­an­las­sen einen HDR-fähi­gen 4K Fern­se­her sei­nen High Dyna­mic Ran­ge Modus zu akti­vie­ren. Der erhöh­te Kon­trast­um­fang, wel­cher durch die hel­le­ren Panels erreicht wird und der bes­se­re Schwarz­wert (meist ermög­licht durch direk­te LED-Hin­ter­grund­be­leuch­tung) kom­men mit der HDR-Tech­nik erst rich­tig zum Ein­satz. Zudem wird der erwei­ter­te Farb­raum rec.2020 bereits im Bild kodiert. Die Farb­kon­troll­fel­der soll­ten auf den meis­ten HDR-kom­pa­ti­blen TV-Gerä­ten noch sat­ter dar­ge­stellt wer­den. Die Videos sind mit HEVC 10 Bit im Main 10 Pro­fil kodiert. Das Video könnt ihr euch hier gra­tis down­loa­den:

HDR-Testvideo kostenlos downloaden:

Down­load via Mega.nz
© video Maga­zin / Roland Seibt

Wie wende ich das HDR-Testvideo an?

Zu aller­er­st soll­te man natür­li­ch über einen HDR-fähi­gen 4K Fern­se­her ver­fü­gen. Die­ser soll­te bereits ab Werk den Stan­dard unter­stüt­zen. Es gibt aber auch Model­le, die erst durch ein Firm­ware-Update HDR-fähig wer­den. Wer die .zip Datei herun­ger­ge­la­den hat, muss die­se mit einem Pro­gramm ent­pa­cken und fin­det dann vier Test­vi­deos vor. Zwei Gam­ma­test-Videos (Stan­dard Dyna­mic Ran­ge) als .mkv und .ts Datei, sowie der HDR-Test als .mkv und .ts Datei. Da nicht alle inte­grier­ten 4K Medi­a­play­er jede Datei wie­der­ge­ben wur­den die zwei geläu­figs­ten Datei­for­ma­te gewählt. Die­se Videos soll­te man dann auf einen USB-Stick spie­len und an den 4K Fern­se­her anschlie­ßen.

Dana­ch geht es in die Ein­stel­lun­gen des Fern­se­hers. Hier müs­sen Over­s­can deak­ti­viert wer­den (Pixel-to-Pixel) und die Bild­ein­stel­lun­gen von Hel­lig­keit, Kon­trast und Schär­fe soll­ten bereits opti­mal ein­ge­stellt wor­den sein. Pro­fes­sio­nel­le Ein­stel­lungs­pro­fi­le für 4K Fern­se­her fin­det ihr unter ande­rem auf 4k-fernseher.de. Dana­ch kön­nen die ein­mi­nü­ti­gen HDR-Fil­me am Medi­a­play­er gestar­tet wer­den. Unten ste­hen­de Legen­de sowie die aus­führ­li­chen Erklä­run­gen wei­sen euch die nächs­ten Schrit­te an:

Legende zum HDR Testvideo

Legen­de zum HDR Test­vi­deo

Erklärungen zum Testbild (siehe Markierungen oben):

  1. Damit das Test­bild kor­rek­te Ergeb­nis­se lie­fert, müs­sen Over­s­can (aus, Pi­xel-to-Pixel), Hel­lig­keit, Kon­trast und Schär­fe am TV-Gerät per­fekt vor­ein­ge­stellt sein. An den Bild­rän­dern zei­gen Mar­ker, wie vie­le Pixel bei der Dar­stel­lung feh­len, es soll­ten 0 sein.
  2. Gam­ma­ab­gleich: Im oberen Bereich befin­den sich Ras­ter­flä­chen aus wei­ßen und schwar­zen Pixeln. Sie ent­spre­chen 50 % bzw 33 % Leucht­kraft und soll­ten ihre Inten­si­tät bei Ände­rung der Ein­stel­lung für Gam­ma nicht ändern. Tre­ten Sie so weit vom TV-Gerät weg, dass Sie die Mus­ter als graue Flä­chen wahr­neh­men!
  3. Die dar­in ent­hal­te­nen grau­en Qua­dra­te ent­spre­chen nach der Gammakorrek­tur 50 % oder 33 % Licht­stär­ke und soll­ten sich so mög­lichst wenig vom Hin­ter­grund unter­schei­den – je nach aus­ge­wähl­tem Gam­ma. Lei­der funk­tio­niert die­ser Test nicht auf allen TVs kor­rekt, da die Mus­ter oft elek­tro­ni­sch mani­pu­liert wer­den.
  4. Im mitt­le­ren Bereich des Test­bil­des ver­läuft eine Ram­pe mit Ein­gangs­wer­ten von Schwarz bis Weiß. Zusätz­li­ch gibt es Grau­fel­der mit fes­ten Inten­si­tä­ten 5 in 10-%-Schritten.
  5. Wer das rich­ti­ge Equip­ment besitzt, kann hier die Gammafunk­tion (EOTF) des TV-Gerä­tes nach­mes­sen. Zur Ver­deut­li­chung gibt es Mar­ken an Lumi­nanz­po­si­tio­nen, die je nach EOTF 10% Leucht­stär­ke erge­ben.
  6. Die Farb­fel­der im unte­ren Bereich die­nen zur Mes­sung des Farb­raums. Das TV-Gerät soll­te beim HDR-Stream, der ja auch mit Rec.2020 gekenn­zeich­net ist, ihren maxi­ma­len Farb­raum akti­vie­ren und eine Kon­ver­tie­rungs­funk­ti­on ein­set­zen. Mit dem blo­ßen Auge kann man schon gut erken­nen, dass die Far­ben des HDR-Test­bil­des deut­li­ch sat­ter sind als beim SDR-Bru­der – wenn umge­schal­tet wird.
  7. Wich­tig ist eine kor­rek­te Abstim­mung von Hel­lig­keit und Kon­trast.
  8. Hier­für sind klei­ne Test­bal­ken unten rechts und links vor­ge­se­hen. Links (Hel­lig­keit = Schwarz­wert) soll­te der Bal­ken bis an die Markie­rungen rei­chen, ohne dass der schwar­ze Hin­ter­grund auf­ge­hellt wird. Der Kon­trast soll­te dann von der Mit­tel­stel­lung erhöht wer­den, bis die Gam­maqua­dra­te oben ihr Ver­hält­nis zu den Mus­tern ändern.

Wer sei­nen HDR-Fern­se­her per­fekt ein­ge­stellt kann nun zwi­schen den iden­ti­schen Sequen­zen (SDR und HDR) wech­seln um den Unter­schied zu sehen. Nicht nur die Far­ben soll­ten bril­lan­ter dar­ge­stellt wer­den, vor allem der Kon­trast sowie die Abstu­fun­gen in den hel­len und dunk­len Berei­chen soll­ten deut­li­cher erkenn­bar sein. Lt. ers­ten Mes­sun­gen vom Video Maga­zin, sind die Unter­schie­de teils sehr deut­li­ch erkenn­bar. Detail­lier­te Ergeb­nis­se wur­den bis­her aber noch nicht abgedruckt.[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

HDR-Test­vi­deo zum kos­ten­lo­sen Down­load
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