Snow Hey Ho! Pass­an­ger zeigt die „Legs of Steel“ Free­r­ide-Crew auf ihrer zwei­jäh­ri­ge Rei­se zu den schöns­ten Ski­ge­bie­ten der Welt. Free­s­ki ist ein Gefühl, dass die­ser Film gut zu ver­mit­teln ver­mag. Wir neh­men euch in unse­rer Review mit zu schnee­be­deck­ten Gip­feln!


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Etwas über zwei Jah­re hat es gedau­ert um „60 Minu­ten geball­te Free­s­ki­power“ auf 4K Blu-ray zu brin­gen. Stars des Sports wie Sam Smoo­thy oder Olym­pia­me­dail­len Gewin­ner Joss Chris­ten­sen rei­sen um den Glo­bus um die schöns­ten Ski­ge­bie­te der Welt unsi­cher zu machen. Dabei darf der Spaß bei der „Legs of Steel“-Crew natür­li­ch nicht zu kurz kom­men. Neben den pro­fes­sio­nel­len Ski­fah­rern waren zudem fünf Kame­ra­män­ner sowie „Gast­fah­rer“ aus aller Welt am Film betei­ligt. Als Ski-Lei­he beein­dru­cken mich schon die „ein­fachs­ten“ Tricks. Dass dahin­ter jah­re­lan­ges Trai­ning und womög­li­ch meh­re­re Wie­der­ho­lun­gen der Auf­nah­men steckt ist natür­li­ch klar. Eben­so beein­dru­ckend wie die Tricks der Ski­fah­rer ist natür­li­ch die Land­schaft.

4K Aufnahmen mit der RED Epic Dragon

Der Film führt die schein­bar schlaf­lo­sen Wan­de­rer nach Japan (Pil­lows), den Urban­trails in Kana­da, den Big Moun­tain Lines in Alas­ka über die Alpen bis nach Neu­see­land mit sei­nen unglaub­li­chen Natur­spek­ta­keln. Wer sich denkt: „Ok die jun­gen Bur­schen machen ein paar Auf­nah­men mit ihrer GoPro Kame­ra und möch­ten das Mate­ri­al jetzt als 4K anprei­sen“ liegt defi­ni­tiv fal­sch. Der Groß­teil der Auf­nah­men wur­de mit der RED Epic Dra­gon Pro­fi-Kame­ra mit Sta­bi­li­sie­rungs­sys­te­men von Sho­to­ver und Cine­flex gedreht. Wenn es schnell gehen mus­s­te, grif­fen die Kame­ra­män­ner auch ger­ne mal zu Pana­so­nics GH4. Für Zeit­raf­fer-Auf­nah­men wur­de Canons 6D ein­gest­zt. In der Crew fin­det sich auch ein pro­fes­sio­nel­ler Droh­nen-Pilot wie­der. Die­ser ist für die wun­der­ba­ren Luft­auf­nah­men ver­ant­wort­li­ch. Das Bild­ma­te­ri­al liegt im 2.35:1 For­mat mit 2160p/24fps vor.

Bildergalerie Passenger 4K:

Gute Aufnahmen, leider ohne HDR

Die Bild­qua­li­tät passt auf jeden Fall. Das Bild strotzt nur so vor Details. Man hät­te aber defi­ni­tiv noch etwas mehr aus den Moti­ven holen kön­nen. Lei­der ste­hen die 4K-Auf­nah­men von Pas­sen­ger nicht in High Dyna­mic Ran­ge (HDR) zur Ver­fü­gung. Das merkt man zu Beginn des Fil­mes nicht, spä­ter jedoch wer­den immer wie­der Details „aus­ge­brannt“. Vor allem die hel­len Bild­be­rei­che mit Schnee und Son­nen­schein hät­ten von der HDR-Tech­nik pro­fi­tie­ren kön­nen. Man darf aber nicht ver­ges­sen, dass der Start des Film­drehs bereits vor 3 Jah­ren war . Damals war HDR am Markt nicht mehr als ein Begriff. Müss­ten wir uns auf eine Bewer­tung ein­las­sen, wür­den wir dem SDR-Mate­ri­al eine gute 2 (Note) geben.

Nur mit englischer Tonspur – das macht aber nichts

Der Sound, sowie der Sound­track pas­sen zum Film, dem Zuschau­er steht jedoch nur der eng­li­sche DTS-HD Mas­ter Audio in 2.0 zur Ver­fü­gung. Das bedeu­tet, wer dem eng­li­schen nicht mäch­tig ist, muss sich der Unter­ti­tel bedie­nen, die in Deut­sch, Eng­li­sch, Spa­ni­sch, Ita­lie­ni­sch und Fran­zö­si­sch ver­füg­bar sind. Natür­li­ch gibt es bei Pas­sen­ger 4K kei­nen Span­nungs­bo­gen wie bei einem Thril­ler, ab und zu ist es aber sicher­li­ch gut zu wis­sen, wovon die Ski-Pro­fis reden. Man kann aber auch gut nur die Bil­der von Pas­sen­ger auf sich wir­ken las­sen, ohne sich auf den Text zu kon­zen­trie­ren. Vor allem Freun­de des Win­ter­sports bekom­men bei die­sem klei­nen Meis­ter­werk sicher­li­ch Lust auf Win­ter und Schnee. Der Ton bekommt auf­grund der mini­ma­len Aus­stat­tung nur eine 4 (Note).

Fazit:

Was uns an Pas­sen­ger gefällt: Der Film ist mit 60 Minu­ten schön kurz­wei­lig. Man kann sich den Film auch ger­ne mal zwi­schen­durch anse­hen oder nur für ein paar Sze­nen „rein­zap­pen“. Das Bonus­ma­te­ri­al beschränkt sich auf drei „Behind the Scenes“-Passagen und ist genauso kurz­wei­lig wie der Haupt­film und ver­sorgt den Zuschau­er mit ein paar zusätz­li­chen schö­nen Auf­nah­men. Für Freun­de des Win­ter­sports defi­ni­tiv eine Emp­feh­lung. Wer dem Sport über­haupt nichts abge­win­nen kann, lässt sich viel­leicht von den detail­rei­chen Auf­nah­men hin­rei­sen. Der Preis ist mit UVP 19.99 Euro ange­mes­sen. Aktu­ell kos­tet der Film um die 18.99 Euro.

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