Mit dem Horizon Pro präsentiert XGIMI einen nicht mehr so portablen Projektor, der jedoch immer noch mit kompakten Maßen und einer 4K/HDR-Projektion aufwarten kann.
Der chinesische Hersteller XGIMI hat sich auf kompakte Projektions-Lösungen und Laser-TVs spezialisiert. Aufmerksamkeit zogen die Geräte unter anderem bei den iF Design Awards auf sich, die den XGIMI Halo der XGIMI H2 mit mehreren Auszeichnungen belohnten. Die Projektoren besitzen nicht nur eine ansprechende Optik, sondern überzeugen vor allem durch ihre kompakten Maße und einfachen Bedienung. Die Zielgruppe, die sich für die Geräte interessiert, hat jetzt nicht unbedingt einen hohen Anspruch an die Bildqualität, sondern ist eher von der Idee überall ein Kino aufbauen zu können fasziniert.
4K/HDR-Projektion mit bis zu 2.200 Lumen
Mit dem neuen Flaggschiff-Modell XGIMI Horizon Pro könnte sich dies ändern. Mit etwas mehr Volumen (21 x 22 x 14 cm), aber immer noch kompakt, liefert das Modell ein natives 4K-Bild (3.840 x 2.160) mittels Pixel-Shifting (XPR DLP) auf die Leinwand. Der Bildsensor löst also geringer auf, als das 4K UHD Bild. Das ist in dieser Preisklasse jedoch ganz normal. Die LED-Lichtquelle soll eine maximale Helligkeit von 2.200 Lumen bieten und rund 30.000 Stunden ihren Dienst verrichten. Laut Aussage von XGIMI ist der Horizon Pro in nur sechs Sekunden einsatzbereit und liefert eine Bilddiagonale von 40 bis zu 300 Zoll mit einem Projetionsverhältnis von 1.2:1. Bei den unterstützten HDR-Formaten hält sich XGIMI derzeit noch bedeckt. Ebenso bei den Audiocodecs.
AI-Bildkorrektur lässt Lichtschalter „verschwinden“
Ein Autofokus-System sowie eine automatische Trapezkorrektur passen das Bild auf die Projektionsfläche an. Laut Hersteller kümmert sich auf künstlicher Intelligenz beruhendes Bildsystem um die Korrekturen. So sollen störende Objekte wie z.B. Lichtschalter, Hauspflanzen durch eine Anpassung des Bildbereichs verschwinden bzw. nicht mehr so auffällig das Seherlebnis beeinflussen.
Das Design orientiert sich an den Vorgänger-Modellen (hatten maximal 1080p), somit besitzt der Horizon Pro wieder ein hochwertiges Aluminium-Gehäuse in Mesh-Optik, damit die integrierten 2×16-Watt-Lautsprecher von Harman/Kardon (eigentlich ganz ordentlich für einen Projektor), ihre Arbeit verrichten können. Mit dem Android TV 10 Betriebssystem sollten sich auch die meisten Nutzer zurechtfinden. Zugriff auf über 5.000 Apps, darunter beliebte Streaming-Portale wie Netflix, Prime Video oder Disney+ sind damit sicher.
Dual-HDMI, LAN und WLAN
Die am Projektor vorhandenen Anschlüsse befinden sich alle auf der Rückseite. Sichtbar sind zwei HDMI-Eingänge, ein USB 2.0 sowie ein USB 3.0-Anschluss sowie ein Ethernet (LAN) Port. Dazu gesellt sich noch Dualband-WLAN und Bluetooth 4.0. Letzteres wird für die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung genutzt.
XGIMI Horizon Pro Preis und Termin
Der XGIMI Horizon Pro kann ab 10. Mai vorbestellt werden und kostet 1.699 Euro. Auslieferung ist für Ende Mai einberaumt. Für eine Abschätzung, ob der Preis für dieses Modell angemessen ist, fehlen uns leider noch zu viele Daten. Der erste Aufschlag an Informationen liest sich schon einmal ganz gut, jedoch sind noch mehrere Fragen, z.B. zur Bildrate (60Hz oder 120Hz), den Schnittstellen (HDMI 2.1?) oder den HDR-Standards (HDR10, HLG, Dolby Vision?) offen.
Kann es 3D abspielen?
ja, seit dem Update kann er 3D
Bin gespannt auf den Autofokus… Wäre was für meine Tochter in Ihrem Zimmer statt TV.
Hi,
ich finde es auch sehr bedauerlich, dass ständig diese „Pixelverschiebedosen“ mit nativem 4K umworben werden. Das ist meiner Meinung nach irreführende Werbung und sollte erst recht nicht von seriösen Quellen unterstützt werden!
Das Herz eines Heimkinofans schlägt erst hoch, denkt, oh wau, endlich bezahlbares, natives 4K und dazu ausgestattet mit einer Laserengine. Um dann enttäuscht auf den Zusatz „Mit e-Shifting“ zu stoßen.
Mir persönlich ist das klar, dass es für 1.600 € kein natives 4K mit einer Laserlichtquelle geben kann, aber ich möchte nicht wissen, wie viele Verbraucher erst einmal darauf reinfallen.
Ist es nicht dann gut, wenn wir darüber berichten und ganz klar im Beitrag erwähnen, dass es sich um einen Pixel-Shifter handelt? Andere tippen vielleicht nur die Pressemitteilung ab oder verlassen sich auf die Artikeldetails in Webshops. So hat ein Leser noch die Chance sich über die Funktionalität des Projektors zu informieren. Man muss jedoch sagen, dass auch Pixel-Shifter, je nachdem was für ein Chip verbaut ist, zum Teil einen deutlichen Detailvorsprung gegenüber nativen Full-HD-Projektoren aufweisen. Gibt es ja mehrere Beispiele dafür.
Sorry, aber „nativ 4k“ und „Pixel-Shifting“ passen nicht zusammen. Es ist eben nativ keine 8,2Mio. Pixel vorhanden sind und durch das „Pixel-Shifting“ die Pixel „übersprechen“.