Kabel Deutsch­land prüft den Ein­satz von IPTV und die Über­tra­gung von Ultra-HD-Inhal­ten über Kabel. Neue Tech­no­lo­gi­en wie DOCSIS 3.1 und DVB-C2 ermög­li­chen Daten­über­tra­gungs­ge­schwin­dig­kei­ten von über 1 GBit/s und bie­ten genug Band­brei­te für Inter­net, Voice-over-IP und Ultra HD-Fern­seh­in­hal­te.


In der Medi­en­land­schaft wer­den über­all neue Stan­dards defi­niert und ver­ab­schie­det. In den meis­ten Fäl­len die­nen die neu­en Tech­no­lo­gi­en und Stan­dards der rei­bungs­lo­sen Über­tra­gung von 4K / Ultra HD Inhal­te über Inter­net, Satel­lit, Trä­ger­me­di­um oder über Kabel. Letz­te­res möch­te Kabel Deutsch­land über eine All-IP Lösung mit dem neu­en DOCSIS 3.1 (Data Over Cable Ser­vice Inter­face Spe­ci­fi­ca­ti­on) und DVB-C2 Stan­dard errei­chen. „Bei­de Tech­no­lo­gi­en tra­gen zu höhe­ren Kapa­zi­tä­ten, sowohl für TV, zum Bei­spiel auch für Ultra-HD-Inhal­te, als auch zu höhe­ren Daten­über­tra­gungs­ra­ten bei“ sag­te Mau­rice Böh­ler von Kabel Deutsch­land.

IPTV gewinnt rasant an Bedeutung“

IPTV gewinnt bei der TV-Ver­sor­gung rasant an Bedeu­tung. Der Trend zu All-IP mit DOCSIS 3.1 schrei­tet klar vor­an.“. Die­se Aus­sa­ge traf Cars­ten Engel­ke, Lei­ter Tech­nik­pro­gramm des Ver­ban­des Deut­scher Kabel­netz­be­trei­ber (Anga). Mit DOCSIS 3.1 soll das auf Koaxi­al und Glas­fa­ser aus­ge­leg­te Kabel­netz Über­tra­gungs­ra­ten von über 1 GBit/s errei­chen. Auch Thors­ten Kraus von Samsung stellt fest, dass der Trend rich­tung IPTV geht. Mit der Direc­t2TV-Tech­no­lo­gie wäre IPTV auch ohne Set-Top-Box oder Smart­card zur Ver­fü­gung. IP-basier­te TV-Inhal­te wer­den von Kabel Deutsch­land bis­her nur über die KD-App über­tra­gen. Mit die­ser App kön­nen TV-Gerä­te die Fern­seh­in­hal­te auch über das hei­mi­sche WLAN emp­fan­gen, z.B. in Räu­me in denen kei­ne Kabel­do­se vor­han­den ist. In der Zukunft wer­den die Begrif­fe „Kabel“ und „IPTV“ wohl noch mehr ver­schmel­zen.

Hybride Inhalte“ über DVB-C

Ein wei­te­rer Ansatz, eine soge­nann­te „hybri­de Lösung“ bie­tet „Select Video“ von Kabel-Deutsch­land. Anders als bei Video-on-Demand Anbie­tern kom­men Inhal­te nicht über einen IP-Stream, son­dern über den DVB-C-Kanal, also wie ein nor­ma­ler Fern­seh­sen­der zum Kun­den. Par­al­lel kön­nen Steu­er­si­gna­le über den IP-Stream der sel­ben Lei­tung gesen­det wer­den. So kön­nen Inhal­te gestoppt oder pau­siert und durch das Video­an­ge­bot navi­giert wer­den. Mit erhöh­ten Band­brei­ten des DVB-C2 Stan­dards wäre auch die Über­tra­gung von Inhal­ten in 4K Auf­lö­sung mög­li­ch.

Via: golem.de[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

Kabel Deutsch­land prüft Ultra HD über IPTV mit DVB-C2
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