Eine 4K-Ver­si­on von Taran­ti­nos „Hate­ful Eight“ kur­siert auf meh­re­ren Tausch­por­ta­len. Wäh­rend vie­le nicht an Echt­heit des 4K-Mate­ri­als zwei­feln, bleibt die Fra­ge offen, ob die­ses anhand einer DCP-Kopie ange­fer­tigt wur­de.


UPDATE: Die Moti­on Pic­tu­re Asso­cia­ti­on hat nun Stel­lung zu den jüngs­ten Ereig­nis­sen genom­men. Es lie­gen kei­ner­lei Erkennt­nis­se vor, dass der „Kopier­schutz des DCP kom­pro­mit­tiert sei“. Heißt, man ist sich ziem­li­ch sicher, dass die Quel­le für den 4K-Stream beim Strea­m­ing-Dienst­leis­ter Okko lie­gen muss, der erst in 2014 in Koope­ra­ti­on mit LG gestar­tet war.

Ori­gi­nal­mel­dung: Bis­lang ist „Hate­ful Eight“ noch nicht als 4K Ultra HD Blu-ray ver­füg­bar. Die Ver­triebs­rech­te lie­gen hier­zu­lan­de bei der Uni­ver­sum Film GmbH die bis­lang noch kei­ne Unter­stüt­zung für das neue For­mat ange­kün­digt hat. Somit kann es sich nicht um eine direk­te Kopie vom phy­si­schen Medi­um han­deln. Auch die bekann­ten Video-on-Demand-Diens­te schei­den als Quel­le aus. Die Qua­li­tät des Films spricht auch gegen einen „Scree­ner“, also eine aus dem Kino abge­film­ten Ver­si­on von „Hate­ful Eight“. Als Quel­le wird der rus­si­sche Strea­m­ing-Dienst Okko genannt von dem das ca. 40 GB gro­ße Daten-Paket stam­men soll.

Wurde DCP-Kopierschutz geknackt?

Okko rühmt sich damit, die stren­gen Vor­ga­ben der Film­in­dus­trie hin­sicht­li­ch digi­ta­lem Rech­te­ma­nage­ment (DRM) zu erfül­len und ist so in der Lage Fil­me bereits par­al­lel zum Kino­start anzu­bie­ten. Okko erhält sei­ne Film-Neu­hei­ten genauso wie die gro­ßen Kinos als Digi­tal Cine­ma Packa­ge (DCP). Dabei han­delt es sich um ein eine ganz nor­ma­le digi­ta­le Film­ko­pie die in einem spe­zi­el­len Daten­for­mat vor­liegt. Die Spe­zi­fi­ka­tio­nen hier­für wur­den von der DCI (Digi­tal Cine­ma Initia­ti­ves) fest­ge­legt. Dabei kommt auch ein aus­ge­feil­ter Kopier­schutz zum Ein­satz, der ver­hin­dern soll, dass Kino­fil­me bereits kurz vor Kino­start auf den Sharing-Sei­ten zu fin­den sind.

Hateful Eight 4K verbreitet sich weiter im Netz

Ken­ner aus der Pira­te­rie­sze­ne zwei­feln an, dass die 4K-Ver­si­on wirk­li­ch aus einem DCP-Paket stammt. Eine offi­zi­el­le Stel­lung­nah­me des Strea­m­ing-Diens­tes Okko steht immer noch aus. Nun wer­den sich wohl die Pro­fis mit der 4K-Ver­si­on beschäf­ti­gen müs­sen um her­aus­zu­fin­den, woher die Datei wirk­li­ch stammt. Viel­leicht lie­fern die „Lea­ker“ auch den Beweis dafür, dass sie die Ver­si­on wirk­li­ch anhand eines DCP ange­fer­tigt haben. In der Zwi­schen­zeit ver­brei­tet sich Hate­ful Eight wei­ter via Tor­rent und es wird nicht lan­ge dau­ern bis der Film auf ein­schlä­gi­gen Sei­ten zum direk­ten Down­load ange­bo­ten wird.

Vie­le hät­ten „Hate­ful Eight“ sicher­li­ch ger­ne in ihre 4K-Fil­me-Samm­lung auf­ge­nom­men. Das neue Medi­um steht natür­li­ch nicht gut da, wenn belieb­te Titel gra­tis online zur Ver­fü­gung ste­hen, jedoch ein Release als 4K Blu-ray nicht in betracht gezo­gen wird.[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

4K-Ver­si­on von „Hate­ful Eight“ geleakt – wur­de der DCP-Kopier­schutz geknackt? (Update)
3 (60%) 5 Bewertung[en]